POL-ME: Polizei verzeichnet Anrufwelle sogenannter „Schockanrufe“ – Kreis Mettmann / Ratingen / Langenfeld – 2203111 (FOTO)

Mettmann (ots) –

In den vergangenen Tagen hat die Polizei Mettmann eine Welle von Betrugsversuchen am Telefon verzeichnet. Zumeist Seniorinnen und Senioren sollten unter anderem durch einen sogenannten „Schockanruf“ dazu gebracht werden, Bargeld an vermeintliche Polizisten oder auch Geldboten der Staatsanwaltschaft auszuhändigen.

So registrierte die Polizei am Donnerstag, 17. März 2022, in Langenfeld sowie in Ratingen Betrugsversuche, in denen es nur einem glücklichen Umstand zu verdanken ist, dass es nicht zu einer Geldübergabe kam.

In Langenfeld wurde am Nachmittag des 17. März 2022 einer 78-Jährigen am Telefon vorgetäuscht, dass ihr Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine sofortige Inhaftierung abzuwenden, sei die Zahlung einer Kaution nötig. Die hilfsbereite Seniorin sagte einen vierstelligen Betrag zu, welchen sie an einen Geldboten übergeben sollte. Unmittelbar vor der Geldübergabe traf die Seniorin auf ihre Tochter, welcher sie das Geschehene berichtete und so der perfide Betrug glücklicherweise auffiel.

In Ratingen ist es einem aufmerksamen Nachbarn zu verdanken, dass eine 84-Jährige nicht Opfer eines Betruges wurde. Auch in diesem Fall erhielt die Seniorin am Donnerstagmittag (17. März 2022) einen sogenannten Schockanruf. Die Anruferin gab sich als die Tochter der Ratingerin aus und täuschte vor, einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht zu haben. In einem anschließenden Telefonat bot ein vermeintlicher Staatsanwalt, gegen die Zahlung einer fünfstelligen Kaution an, dass ein sofortiger Haftantritt der Tochter verhindert werden könne. Die geschockte 84-Jährige begab sich anschließend zu ihrer Hausbank und beabsichtigte am späten Nachmittag, den geforderten Betrag an einen vermeintlichen Geldboten der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Einem aufmerksamen Nachbarn ist es zu verdanken, dass die Geldübergabe verhindert wurde. Die Seniorin berichtete dem Nachbarn über das Geschehene und der Betrug fiel noch vor der Geldübergabe auf.

Die Polizei möchte die Vorkommnisse nutzen um nochmals eindringlich vor den unterschiedlichen Maschen der professionell agierenden Betrüger zu warnen.

Die Polizei rät:

Die Polizei oder auch die Staatsanwaltschaft wird am Telefon keine Kaution zur Abwendung eines sofortigen Gefängnisaufenthaltes für einen Angehörigen fordern. Es werden auch niemals Geldboten entsandt, die Bargeld oder auch andere Wertgegenstände als Kaution in Empfang nehmen. Auch werden Beamte Sie niemals am Telefon über Ihre Vermögensverhältnisse ausfragen. Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie einfach auf! Rufen Sie in einem solchen Fall die echte Polizei von ihrem eigenen Haustelefon unter der 110 an!

Rückfragen von Medienvertretern/Journalisten bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann – Polizeipressestelle – Adalbert-Bach-Platz 1 40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010 Telefax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de

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