POL-ME: Aufmerksamer 17-jähriger Bankangestellter verhindert Betrug – ein großer Dank durch Landrat Thomas Hendele (FOTO)

Mettmann (ots) –

Einem 17-jährigen Auszubildenden einer Langenfelder Bank ist es zu verdanken, dass ein Ehepaar am Montag, 28. März 2022, vor einem perfiden Trickbetrug und einem hohen finanziellen Schaden bewahrt werden konnte. Die Kreispolizeibehörde Mettmann, vertreten durch ihren Behördenleiter, Landrat Thomas Hendele, nahm diesen Vorfall zum Anlass, um sich am heuten Donnerstag (14. April) persönlich bei dem jungen Mann und dem Geschäftsstellenleiter für ihr aufmerksames Handeln zu bedanken.

Das war geschehen:

Am Mittag des 28. März 2022, erhielt eine 61-jährige Langenfelderin einen schockierenden Anruf: Eine weinende Frauenstimme gab sich als Tochter der Seniorin aus und schilderte, dass sie einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Sie gab vor, sich auf einer Polizeiwache zu befinden und leitete das Gespräch kurzerhand an einen vermeintlichen Polizeibeamten weiter. Der Anrufer teilte der Seniorin mit, dass sie einen sofortigen Haftantritt ihrer Tochter durch die Zahlung einer Kaution verhindern könne und erfragte die persönlichen Vermögensverhältnisse. Die geschockte Langenfelderin gab freiwillig Auskunft und sicherte die Übergabe einer fünfstelligen Summe zu. Gemeinsam mit ihrem 63-jährigen Ehemann begab sie sich zu ihrer Hausbank, während der vermeintliche Polizist über das von ihr mitgeführte Handy weiterhin telefonischen Kontakt hielt und ihr genaue Handlungsanweisungen gab.

Während die Seniorin den jungen Auszubildenden in der Filiale um die Auszahlung ihrer Bargeldeinlagen bat, fielen diesem der emotionale Ausnahmezustand der Dame sowie das bestehende Telefonat am Handy auf. Bedingt durch interne Schulungen hegte der 17-Jährige folgerichtig den Verdacht, dass es sich um ein Betrugsdelikt zum Nachteil der Seniorin handeln könnte und informierte demzufolge seinen Geschäftsstellenleiter. Dieser bat das Ehepaar in sein Büro und konnte mit Hilfe eines Rückrufes bei der sich wohlbehalten zu Hause aufhaltenden Tochter den Betrug schlussendlich aufklären.

Die alarmierten Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Betruges ein und das Kriminalkommissariat übernahm die weiteren Ermittlungen.

Dank des aufmerksamen 17-jährigen Auszubildenden sowie des professionellen Verhaltens des Geschäftsstellenleiters konnte der versuchte Betrug zum Nachteil des Seniorenpaares glücklicherweise verhindert und ein hoher finanzieller Schaden abgewendet werden.

Landrat Thomas Hendele suchte heute aus diesem Grund persönlich die Langenfelder Bankfiliale auf und übergab sowohl ein Dankesschreiben als auch eine kleine Aufmerksamkeit an den jungen Bankmitarbeiter. „Ich freue mich insbesondere über jede Tat, die verhindert oder sogar aufgeklärt werden kann. Gemeinsam mit unserem Kriminalkommissariat Opferschutz / Kriminalprävention, unseren Bündnispartnern wie zum Beispiel dem Aktionsbündnis Seniorensicherheit, gehen wir seit Jahren gegen diese Delikte vor. Auch zukünftig werden wir, durch intensive Präventionsarbeit, die vornehmlich betroffenen älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger versuchen, zu sensibilisieren.“

Die Polizei Mettmann möchte diesen Vorfall zum Anlass nehmen um erneut vor den Maschen der Betrüger zu warnen und stellt klar:

Die Polizei oder auch die Staatsanwaltschaft wird telefonisch niemals eine Kaution zur Abwendung einer sofortigen Haftstrafe eines nahestehenden Angehörigen anbieten oder sogar einfordern. Auch werden Beamte Sie niemals über Ihre Vermögensverhältnisse ausfragen oder gar Bargeld oder sonstige Wertgegenstände in eine vermeintliche „sichere Verwahrung“ nehmen. Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie einfach auf! Ähnlich gilt es auch für unangekündigte Hausbesuche: Die Polizei wird Sie niemals zu Hause aufsuchen, und Zugang zu Ihrer Wohnung verlangen. Rufen Sie in einem solchen Fall die echte Polizei von ihrem eigenen Haustelefon unter der 110 an! Öffnen Sie keinesfalls die Tür!

Rückfragen von Medienvertretern/Journalisten bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann – Polizeipressestelle – Adalbert-Bach-Platz 1 40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010 Telefax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de

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