Bauern-Präsident: „Landwirtschaftliche Produkte müssten 30 Prozent mehr kosten“

Essen (ots) –

Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Hubertus Beringmeier, hält Preiserhöhungen für landwirtschaftliche Produkte für unverzichtbar. „Sie müssen dauerhaft teurer werden, wenn wir in Deutschland Landwirtschaft behalten wollen. Unsere Bauern müssen von ihrer Arbeit leben können“, sagte Beringmeier der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Montagsausgaben). „Der Verkaufspreis im Laden muss keine schwindelerregenden Höhen erreichen, aber 30 Prozent mehr sollten es schon sein. Als Produzenten bekommen wir heute einfach zu wenig ab vom Kuchen“, so Beringmeier weiter.

Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine seien für die Bauern hierzulande deutlich spürbar. „Einerseits profitieren reine Ackerbauern von den aktuell hohen Getreidepreisen. Andererseits erleben wir extrem gestiegene Preise für Futtermittel, Dünger und Energie, und das macht gerade den Tierhaltern zu schaffen. Dünger kostet zum Beispiel das Dreifache im Vergleich zum Vorjahr“, erklärte des Verbandschef. Die Verbraucher reagierten sehr sensibel auf höhere Fleischpreise, achteten weniger auf die Haltungsstufen und neigten zum Sparen. Fleisch bleibe daher zum Teil im Laden liegen. Beringmeier kritisierte diese Entwicklung: „Es wird in Deutschland leider mehr beim Essen gespart als beim Urlaub und beim Auto.“

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 – 804 6519 zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*