BPOL NRW: Ein Wochenende mit vielen Einsätzen – Die Bundespolizei Köln im Dauereinsatz (FOTO)

Köln/Bergheim (ots) –

Das zurückliegende Wochenende (26. – 28. August) war durch eine Vielzahl der verschiedensten Einsätzen geprägt: Eine Katze die den Zugverkehr lahmlegte, Sperrung des Hauptbahnhofs, Schusswaffenandrohung, gefährliche Körperverletzungen, aufgelöste Technopartys und der Beschuss eines Zuges sind die Bilanz der vergangenen drei Tage.

Freitag, 26.08.2022

Gegen 13:40 Uhr rückten Beamte der Bundespolizei am Hauptbahnhof Köln zum Gleis 9 aus. Die ursprüngliche Meldung, eines angefahrenen Hundes offenbarte sich als eine herabgefallene Babykatze. Der 32-jährige Besitzer unternahm wiederholt Versuche, unter den Zug zu klettern und das Tier zu bergen. Aufgrund diesen Sachverhalts sperrte die Bundespolizei die Gleise 9 und 10 und hielt den Mann von seinem lebensgefährlichen Verhalten ab. Eine aufwendige Suche nach der kleinen Katze blieb erfolglos, weshalb die Gleise ohne Fund des Tieres wieder freigegeben wurden.

Zu späterer Stunde, im Tageswechsel zu Samstag, erhielt die Bundespolizei von einem Fahrdienstleiter die Meldung über eine illegale Party in einer Bahnunterführung bei Gremberg. Bei Ankunft um 2 Uhr morgens, trafen die Kräfte auf ca. 1000 Partygäste, welche dem Rave beiwohnten. Einige von ihnen flohen über die Gleise vor weiteren eingetroffenen Beamten und Beamtinnen der Landespolizei Köln. Die Eingriffskräfte konnten den Veranstalter der Party feststellen – einen 20-jährigen Siegburger. Dieser wird sich nun wegen Hausfriedensbruch verantworten müssen. Die Veranstaltung wurde durch die Bundespolizei zusammen mit der Landespolizei aufgelöst.

Gegen 5:30 Uhr ereignete sich das nächste Szenario mit weittragenden Auswirkungen: Die Leitstelle der Bundespolizei Köln konnte über die Videoüberwachung eine Körperverletzung am Gleis 8 beobachten. Sie sahen, wie ein 17-Jähriger auf einen 22-Jährigen einschlug, welcher anschließend zu Boden ging. Der Tatverdächtige floh über die Gleise, weshalb eine Sperrung aller Gleise am Hauptbahnhof Köln durch die Bundespolizei veranlasst wurde. Eine eingeleitete Fahndung im und um den Bahnhof verlief erfolgreich: Eine Streife konnte den 17-Jährigen stellen und der Dienststelle zuführen. Das Opfer wurde währenddessen durch die Beamten betreut, verweigerte jedoch ärztliche Versorgung. Der Angreifer muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung einem Strafverfahren stellen und erhält eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich. Seine Erziehungsberechtigten wurden ebenfalls kontaktiert.

Am Samstagnachmittag kam es gegen 17 Uhr zur Schusswaffenandrohung durch Beamte der Inspektion Köln. Grund hierfür war eine Auseinandersetzung zwischen zwei 36 und 26 Jahre alten Männern. Bei Eintreffen der Kräfte stand der 36-Jährige mit abgebrochener Flasche in der Hand und schrie um sich. Den abgebrochenen Flaschenhals hatte er zuvor benutzt, um auf den Oberkörper des 26-Jährigen einzuwirken. Dieser hatte Glück und erlitt lediglich leichte Verletzungen durch den Angriff. Die Beamten forderten den Aggressor mehrfach auf, die abgebrochene Flasche niederzulegen, dem kam der Mann mit rumänischer Staatsangehörigkeit jedoch nicht nach. Die Beamten zogen ersatzweise das Reizgas und setzten es gegen den Mann ein, welcher anschließend die Flasche fallen ließ. Zusammen überwältigten sie ihn und brachten ihn, sowie seinen Kontrahenten, zur Dienststelle. Dort führten die Bundespolizisten einen Atemalkoholtest bei beiden Männern durch, wobei sich herausstellte, dass der 26-jährige Mann aus Polen einen Promillewert von ca. 1,2 hatte. Die Eingriffskräfte entließen die beiden Streithähne nach den Strafverfolgungsmaßnahmen getrennt mit einem Platzverweis und einem Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der nächste Einsatz erfolgte gegen 18:00 Uhr. Hier lautete die Meldung, dass eine Regionalbahn bei Bergheim beschossen wurde und es zu einem Durchschuss einer Tür gekommen war. Vor Ort ermittelten die Einsatzkräfte, dass insgesamt sieben Schüsse auf die RB 38 von Bedburg (Erft) nach Köln Messe/Deutz getroffen hatten. Einer der Einschüsse war tatsächlich durch das Glas der Zugtür durchgegangen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Beamte und Beamtinnen der Landespolizei fahndeten vor Ort nach den Tätern und konnten diese erfolgreich stellen: Zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche aus Bergheim konnten nahe des Einsatzortes mit einer Luftdruckmaschinenpistole festgestellt werden. Ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie wegen dem Verstoß gegen das Waffengesetz erwartet sie nun. Nach Abschluss des Einsatzes wurden sie durch ihre Erziehungsberechtigten abgeholt.

Gegen 23:40 Uhr am Samstagabend begab sich eine Streife mit Blaulicht und Martinshorn an den Bahnhof Ehrenfeld. Ein 17-Jähriger und seine Begleiterin gaben an, dass eine fünfköpfige Personengruppe zuvor am Gleis 4 andere Reisende aggressiv angegangen seien. Als der minderjährige Pulheimer dann in Augenkontakt mit einer der Personen kam, zog er eine Grimasse gegenüber diesem und wurde prompt durch die Personengruppe zusammengeschlagen. Zwei anwesende Zeugen eilten zur Hilfe und trennten die Beteiligten. Die Tatverdächtigen entfernten sich in unbekannte Richtung. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen gefährlicher Körperverletzung ein

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